Ein erstes Mal im Hochzeitskleid...

Ihr Hochzeitsexperte: Hochzeitshormon

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Das bin ich..:
Ich bin ein kleiner Genießer und liebe es kleine Momente besonders zu machen. Das Leben ist kurz also lasst uns keine Zeit verschwenden...
Anja Weber
Agentur Traumhochzeit
Zollkamp 2
38122 Braunschweig
Deutschland

Ich weiß ja nicht wie es Euch so geht, aber ich liebe ja Hochzeitsmessen! An keinem Ort der Welt erhalte ich so viele Eindrücke und Ideen für meine eigene aber auch für eure Hochzeiten. Als Hochzeitsplanerin stecke ich selber derzeit ganz tief in der Messevorbereitung, kaufe Equipment, bastle Gastgeschenke, fahre in Kreativ- und Dekorationsläden um aus meinen Messestand etwas ganz besonderes zu machen. Kurzum, es ist einfach ein Mädchentraum.

 Zwischen Oktober und Februar lasse ich keine Messe in der Region aus und freue mich immer wieder neue Stände, Hallen und Hotels zu erkunden, die ich vorher noch nicht kannte. Mein persönlicher Favorit war in diesem Jahr die Messe im Steigenberger Hotel in Braunschweig Mitte November. Mit der alten Maschinenhalle und einer dezenten Mischung aus modernem Ambiente und historischem Gemäuer ist das Hotel eine meiner absoluten Lieblingslocations für Hochzeitsfeiern. In drei verschiedenen Räumen präsentierten sich interessante und sympathische Anbieter für Brautkleider, Hochzeitsfahrzeuge, Fotografie, Trauringe und noch viele andere. Doch immer mal wieder findet man neben den klassischen Ausstellern auf Hochzeitsmessen auch etwas Besonderes, etwas was man vorher nicht kannte mit dem „Ich muss es unbedingt haben-Effekt“. Bei mir sind das zur Zeit besonders die handgemachten Accessoires, die meine Aufmerksamkeit wecken. Ein hübscher handgemachter Haarschmuck z.B. von Kranzverliebt, ein selbst entworfenes und mit viel Liebe angefertigtes Strumpfband – liebe Bräute, schaut euch unbedingt die Srumpfbänder von Christina Dürkop an, ich bin total verliebt! - oder was auch ein absolutes Highlight ist: ein Glitzerlikör mit Fruchtgeschmack, den man beim Sektempfang einfach zusätzlich in das Glas gibt, und der den Inhalt à la „Twinkle twinkle little Star“ erstrahlen lässt. Hach... ich liebe es!

Aber nun zum eigentlichen Thema des heutigen Beitrags... Bereits kurz nach unserer Verlobung habe ich mich nach dem perfekten Brautkleid umgesehen. Ich wälzte also Hochzeitsmagazine, abonnierte einen Hochzeitsblog nach dem anderen und bin natürlich wieder auf die Hochzeitsmessen gefahren, um mir Inspiration für meinen Stil zu suchen. Bis ich selbst angefangen habe, mir genauere Gedanken zu machen was denn eigentlich zu mir passt und welche Art Kleid mir gefallen würde, dachte ich immer, dass die Suche nach dem perfekten Kleid der schönste Teil an der Hochzeitsvorbereitung ist. Wie im Film stellte auch ich mir das perfekte Szenario vom Brautkleidkauf vor und wollte mich wie eine Prinzessin durch die Brautmodenläden führen lassen. Meine beratenden Brautjungfern würden natürlich in der Zwischenzeit auf einer weißen Ledercouch sitzen, unheimlich viel Spaß haben und ein Sektchen schlürfen. Ein Traum!

Nach mehreren Versuchen und Anproben auf der Messe glaube ich allerdings nicht mehr dass es ganz so einfach ist. Ich freue mich zwar immer noch wie ein kleines Kind an Weihnachten auf die Kleider, bin dann aber doch immer wieder grundfrustriert wenn ich merke, dass mein Traumkleid wieder nicht dabei gewesen ist. Je mehr Kleider ich mir anschaue und anprobiere desto  mehr komme ich zu dem Schluss, dass keines der Kleider das richtige für mich ist. Mittlerweile bin ich nicht einmal mehr sicher was genau ich suche.

Trotzdem war es auch für mich etwas ganz besonderes das erste Mal auf eine Hochzeitsmesse richtige Hochzeitskleider anzuprobieren. Also habe ich mir meine Freundin geschnappt und bin mit ihr nach Hannover auf die „Hochzeitstage“ gefahren. Die „Hochzeitstage“ ist eine recht große Hochzeitsmesse, auf der man mit Sicherheit eine große Auswahl an Kleidern findet. Wir sind von Stand zu Stand gelaufen und haben uns unzählige Kleider angesehen, angehalten, bewertet und dann doch wieder zurück gehängt. Meine liebe Freundin hatte sich an diesem Tag vorgenommen, dass ich diese Messe nicht verlasse, ohne nicht wenigstens ein „Walle-Walle-Kleid“ anprobiert zu haben, in welchem ich bestimmt aussehen würde wie ein kleines Sahnebonbon.

Als erstes suchte ich mir aber trotzdem ein sehr schmal geschnittenes Kleid aus, welches mit kleinen Glitzerkristallen bestickt war. Ich sah das Kleid und war sofort absolut verliebt in den Schnitt, nahm es und ging zum Standpersonal, um es anzuprobieren. Ich musste ein wenig warten, aber dann war eine der Kabinen frei und eine nette Verkäuferin half mir in das Kleid. Für mich war es etwas ganz besonderes ein so wertvolles Kleid anprobieren zu dürfen und hatte einen unheimlichen Respekt davor dieses Kleid auch nur zu berühren. Nicht auszudenken, wenn ich es mit Make-Up beschmutzen würde oder noch schlimmer, wenn es kaputt gehen würde. Mit Hilfe der Angestellten ging es aber ganz schnell und ohne Probleme. Nach nur ein paar Minuten durfte ich mich vor dem Spiegel bewundern. Das Kleid war natürlich gefühlte drei Meter zu lang, aber das ist ja bei mir Zwerg nix Neues. Nun hatte ich also das erste Mal ein richtiges Hochzeitskleid an – zwar nicht mein Traumkleid, aber trotzdem war es ein unglaubliches Gefühl! Erst in diesem 1800€-Kleid Kleid wurde mir so richtig bewusst, dass ich drauf und dran bin meinen Traummann zu heiraten. Toll! Ich bin jetzt also eine richtige zukünftige Braut... Wie es manchmal so ist, hat dieses Kleid beim Tragen den gewünschten WOW-Effekt  leider nicht hervorgerufen, aber es wäre ja auch langweilig, wenn es so schnell gehen würde.

Danach landeten wir bei der Ausstellerin von Palais Blanc aus Hameln, die wunderschöne und vor allem günstige Outlet-Kleider anbietet. Diesmal suchte meine Freundin ein Kleid aus. Es war ein schulterfreies Kleid mit einer Korsage und einer sehr langen Schleppe, sogar passende Schuhe bekam ich zum probieren, damit ich auch rundum das Gefühl bekam, eine richtige Braut zu sein. Der Service durch die Verkäuferin war perfekt und man konnte wirklich spüren, dass diese Frau ihren Job sehr gern machte. Ich muss ja offen zugeben, dass mir das Kleid schon ein wenig gefiel, auch wenn es so gar nicht dem entsprach was ich mir selbst ausgesucht hätte. Es saß fast perfekt und hätte nur wenig geändert werden müssen. Die Tatsache, dass ich womöglich während der Hochzeit kaum atmen und geschweige denn essen könnte, hatte ich in diesem Moment erst einmal ausgeblendet. Die Schleppe fiel wunderschön und auch den Schleier hätte mir die Verkäuferin durch Ihre Nähkünste gerne angepasst. Kurz hatte ich wirklich überlegt mir dieses Kleid reservieren zu lassen, aber da noch so viel Zeit bis zur Hochzeit war, hatte das Kleid leider nie eine reale Chance.

Das erste Mal im Hochzeitskleid

Aber jetzt mal im Ernst! Mein Hochzeitstag soll doch schließlich der schönste Tag in meinem Leben werden. Auch wenn wir in Deutschland wohnen, gibt es im Juli eine reelle Chance dass wir Außentemperaturen über 20 Grad erwarten können. Wie soll ich denn diesen Tag genießen können, wenn ich die ganze Zeit nur damit beschäftigt bin, meine Schleppe zu richten, nicht zu ersticken und drei Freundinnen mit auf Toilette zu nehmen? An den richtig heißen Tagen ist es im Sommer sogar in einem luftigen und kurzen Kleid zu warm, dann würde eine Korsage mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht zu meinem allgemeinen Wohlgefühl beitragen.  Irgendwie wird mir aber auch ganz schön mulmig, wenn ich daran denke, dass ich für ein Kleid, welches ich nur einen einzigen Tag lang tragen werde, so viel Geld ausgeben soll. Es gibt so viel zu bedenken und manchmal denke ich, dass ich nie das perfekte Kleid für unseren besonderen Tag finden werde. Die Suche geht weiter und ich halte euch natürlich auf dem Laufenden...

Hier noch meine Lieblinks aus dem aktuellen Beitrag:

Titelfoto von Anja Schneemann Photography

Kopfschmuck von Kranzverliebt

Strumpfband von Christina Dürkop "Dein Strumpfband"

Brautkleid von Palais Blanc in Hameln